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Familienerreger

12,00 €

80 Seiten | kartoniert | 978-3-95978-120-6

Beschreibung

 Familienerreger – Manfred Sigwart

12,5 x 19 x 0,5 cm

“Fünf Stockwerke reichen,” denkt eine junge Mutter an einem Silvesterabend in einer Nervenklinik. Über ihren Tod spricht jahrezehntelang niemand in ihrer Familie. Bis Benjamin endlich das Schweigen bricht, ihr Enkel, der sie nie kennenlernen würde. Sein Bruder Klaus hält davon nichts. Benjamins Obsession mit der Vergangenheit hat ihre zerrütteten Familienverhältnisse immer nur noch schlimmer gemacht. Dann ist Benjamin verschwunden und Klaus ist sich sicher, dass seinen Bruder dasselbe Schicksal ereilt, wie ihre Großmutter vor all den Jahren.

„Familienerreger erzählt von einem jungen, gefährdeten Bruder, einem Antiquar in der Höhle seiner welken Bücher, der sich in Großmutter Emmy hineinträumt, wie sie als noch junge Frau und Mutter, an einem Silvesterabend in der Nervenklinik zu einem
Fenster im fünften Stock geht, um sich hinabzustürzen. Das mythische Gen, mit dem Leben vorzeitig abzuschließen, ist in der Familie, es ist der stille Familienerreger, den auch der Antiquar in sich zu tragen glaubt – all das aber denkt sich der ältere Bruder und Erzähler; ist er also am Ende der Familienerreger? Denn wer schreibt, erregt immer die, die es lesen; in jedem Text steckt auch ein böser Keim, etwas Ansteckendes eben…“ (Bodo Kirchhoff)