Pummerer – 100 komische Gedichte

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Artikelnummer: 978-3-95978-083-4 Kategorien: ,

Beschreibung

Pummerer
100 komische Gedichte

– Otto Heinrich Kühner

Zeichnungen von Gerhard Glück

120 Seiten | kartoniert | ISBN: 978-3-95978-083-4

„Geboren am 10. März 1603 / Aus einem zerbrochenen Kranichei“

Geboren nicht 1603, jedoch: Am 10. März 2021 würde der Schriftsteller Otto Heinrich Kühner 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass ist soeben unter dem Titel „Pummerer“ ein Band mit 100 komischen Gedichten von Otto Heinrich Kühner im Kasseler Jenior-Verlag erschienen. Die Pummerer-Verse entfalten ein skurriles und gewitztes, mal dunkles, doch meist heiteres Denken und Reden. Verstörendes, Verrücktes und Allzumenschliches spiegeln sich im Humor: „Er reimt Dinge, die sich im Leben nicht reimen“, so Christine Brückner, die Kollegin und Ehefrau des Autors. Die in sieben Kapitel gegliederte Auswahl ist mit Zeichnungen des Karikaturisten Gerhard Glück illustriert und herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Friedrich W. Block: „Die  lyrische Kunstfigur des ‚Pummerer‘ ist ein Verwandter von Palmström, Korf, Kuttel Daddeldu, Dr. Enzian, Gugummer. Sie steht damit in einer Tradition des modernen komischen Gedichts, die mit Heinrich Heine einen starken Ausgang nahm und, wie Robert Gernhardt immer wieder betont hat, international einzigartig ist.“ Als Kostprobe folgt eine kleine Kühner-Würdigung für den ebenfalls 100 Jahre alten Joseph Beuys, passend in diese Zeit der leeren Museen:

Mit Hilfe eines Kniffs,
Nämlich des ›erweiterten Kunstbegriffs‹,
Wonach Kunst, so der Interpret,
Nicht ist, sondern erst entsteht
(Die Beuys’sche ›unsichtbare Skulptur‹),
Somit eine imaginäre nur,
Mit Hilfe also dieses Kniffs
Des ›erweiterten Kunstbegriffs‹
Ersparte man sich, eines der alten,
Kostspieligen Museen zu unterhalten:
Das betreffende Museum ist nicht nur leer,
Es ist selber völlig imaginär;
An der Stelle liegt eine Kreditanstalt,
Vielleicht auch ein Parkhaus oder nur Asphalt.

 

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