Leben im Pueblo

16.00

von David Baird
ISBN 978-3-93437-741-7

216 Seiten | kartoniert

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Beschreibung

Leben im Pueblo
Das 21. Jahrhundert hält Einzug in ein andalusisches Dorf

von David Baird

216 Seiten | Kartoniert

Idyllisch eingebettet in eine grandiose Berglandschaft von unvergleichlicher Schönheit reihen sich die “Weißen Dörfer” aneinander, scheinbar unberührt von den umwälzenden Veränderungen unserer Zeit. Oberflächlich betrachtet machen die noch verbliebenen einheimischen Bewohner einen beneidenswert glücklichen, ausgeglichenen Eindruck. Sie strahlen Ruhe und Zufriedenheit aus. Aber der Schein trügt. Wirft man einen Blick hinter die Kulissen, dann verspürt, genauer gesagt erahnt man, dass sich hinter dieser Idylle eine fremde geheimnisvolle Welt mit Sorgen und Nöten verbirgt. Zwar bestimmen die althergebrachten Gewohnheiten und Traditionen teilweise auch heute noch die Lebensweise dieser Menschen, doch vieles ist nur noch Fassade. Die sich auftuende Kluft zwischen Fortschritt und Identitätsverlust scheint unüberwindbar. Eine traurige, gleichwohl spannende Entwicklung. Es ist der besondere Verdienst David Bairds, dass er dem Leser die Lebensweise einer sich im Umbruch befindlichen südländischen Dorfgemeinschaft in unterhaltsamer, lebendiger Erzählform exemplarisch vor Augen führt. Einzigartige Charaktere, amüsante Anekdoten, althergebrachte Rituale, Phantome und Mysterien machen dieses Buch zu einem außerordentlichen Lesevergnügen.

ISBN: 978-3-93437-741-7

Rezensionen:

„Zurück zur Natur“ – mit dieser Devise macht sich David Baird auf zu einem einfachen Leben auf dem spanischen Land, fern vom Großstadtfirlefanz. In seinem autobiographischen Erinnerungsbuch beschreibt der Engländer, was ihn während ganzer dreißig Lebensjahre in seiner damaligen Wahlheimat geprägt hat. Wenn Sie sowohl von Objektivität und Ehrlichkeit als auch von Idylle und Beschaulichkeit angetan sind, ist dieses Buch ganz sicher etwas für Sie!
Maria Kalinina (Jenior Verlag)

Eine tolle Lektüre, sowohl für Andalusien-Kenner, als auch für Neugierige, die zuvor die prachtvollen, weißen Dörfer Andalusiens noch nicht haben genießen können. David Baird gibt uns einen interessanten Einblick in die heutige Welt und die Lebensweise der Menschen in den ländlichen Regionen Südspaniens.
Online-Rezension

Dies ist kein Roman. Baird erzählt vom eigenen Leben in einem andalusischen Dorf; er zog mit Frau in den sechziger Jahren in ein baufälliges Haus und rekapituliert gut drei Jahrzehnte. Es gibt keine durchgehende Handlung, das Buch wirkt sogar etwas heterogen und die Kapitel kann man weitgehend unabhängig voneinander lesen. Einzelne Kapitel wirken dabei oft wie geschlossene Kurzgeschichten oder Reportagen, und die vier Kapitel über die vier Jahreszeiten gehören natürlich zusammen. Der Untertitel „The 21st century hits a Spanish village“ klingt zu dramatisch, denn es gibt keine große umwälzende neue Entwicklung in der Erzählung – der wesentlichste einzelne Umschwung ist die neue Demokratie nach Francos Tod 1975, aber auch hier wird das Dorf nicht auf den Kopf gestellt. Dann folgen noch zwei Kapitel mit allen anderen Änderungen in einem Aufwasch, von Satellitenschüsseln bis Küssen in der Öffentlichkeit und Tourismus. Baird schreibt geschliffen, routiniert und so, dass ich es kaum weglegen konnte; manchmal wirken die Dialoge und Entwicklungen schon einen Tick zu ausgefeilt – aber er sagt ja auch nicht, dass alles realistisch ist. Baird beobachtet kühl und spöttisch; die meisten Figuren erscheinen einigermaßen clownesk, Spanier ebenso wie die Engländer und Amerikaner, die auch im Dorf leben oder (ungebeten) zu Besuch kommen. Wir lernen so einiges über den Jahresablauf, über Sitten und Gebräuche. Im Vergleich zur andalusischen Driving oder Lemons-Trilogie von Chris Stewart schreibt Baird kühler und mit weniger intensiven individuellen Portraits. Gleichzeitig erfährt man bei Baird aber viel mehr vom Alltag im Pueblo: Baird lebt im Dorf – umgeben von sechs unmittelbaren Nachbarn -, während Stewart sich auf einer isolierten Farm auf der falschen Seite des Flusses niederlässt.
Online Rezension

Über den Autor:

David Baird ist in Shropshire, England, geboren. Mit Andalusien ist er bestens vertraut, denn er hat über dreißig Jahre seines Lebens dort verbracht. Bevor er 1971 nach Spanien kam, arbeitete er als Journalist für mehrere Zeitungen und Zeitschriften in aller Welt. Seine Texte und Fotos sind in diversen internationalen Medien erschienen. Er hat Beiträge für zahlreiche Reiseführer verfasst. Zu den von ihm erschienenen Büchern zählen Back Roads of Southern Spain und Spain – the versatile Guide. Ihm wurde zwei Mal der spanische Nationalpreis für ausländische Reiseschriftsteller verliehen.

Zusätzliche Information

Gewicht 400 g
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