Die Idee vom anderen Deutschland

9.00

von Manfred Riedel
ISBN 978-3-928172-40-0

53 Seiten | Kartoniert

 

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Beschreibung

Die Idee vom anderen Deutschland: Legende und Wirklichkeit

von Manfred Riedel

53 Seiten | Kartoniert | ISBN: 978-3-928172-40-0

Der Traum der oppositionellen DDR-Schriftsteller im Herbst 1989 vom „Aufbruch in eine andere DDR“, der an den guten Anfang der DDR als Schriftsteller-Staat anknüpfen wollte, nimmt Manfred Riedel zum Anlass, die Bedeutung der Idee vom anderen Deutschland historisch zurückzuverfolgen: von ihrer Funktion während des Nationalsozialismus als Erkennungszeichen der Opposition gegen Hitler (für Christen wie Sozialdemokraten, Liberale wie Kommunisten, Arbeiter wie Bürger und Intellektuelle), als Band zwischen innerer und äußerer Emigration bis hin zur moralisierenden Verkehrung als Idee vom „anderen Deutschland“ in ein „gutes“ und ein „böses“ im Verlauf der DDR-Geschichte.
Manfred Riedel erzählt die Geschichte der DDR-Literatur vor diesem Hintergrund als ein Versuch, die zeitweilig bejahte Isolation zu durchbrechen, die Idee vom anderen Deutschland mit der Wirklichkeit zu konfrontieren und als Illusion zu erkennen; ein versuchter Ausbruch aus dem Schriftsteller-Staat, den die darauf bezogene Literaturpolitik und Reglementierung fast aller Lebensbereiche provozierte.
Mit dem Dichter-Exodus ins „andere Deutschland“ verliert die Legende vom guten Anfang ihren Schein, den Charakter der Wundererzählung und des Wunschgedankens, das eigene Land möchte das eigentliche Deutschland repräsentieren.

Rezension:

Es ist eine sehr deutsche Geschichte, jene doppeldeutige Nachkriegslegende, von der ich hier berichte: auch ein Beitrag zur deutschen Ideologie, diesen Titel so verstanden, wie ihn Marx für die Idee bestimmt hat: kein kultureller Abglanz zu sein, sondern Echo, gebrochener Widerhall geschichtlich dissonanter Wirklichkeit.

Manfred Riedel

Zusätzliche Informationen

Gewicht 350 g
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